Donnerstag, 6. Januar 2011

DRS - FRA - LIS - GIG

Was soll ich groß über das Fliegen schreiben? Bei diesen Entfernungen ist es einfach zu lange, zu eng und unbequem, zu langweilig und zu ermüdend. Aber was nimmt man nicht alles auf sich, um ans andere Ende der Welt zu kommen...
Normalerweise hasse ich es, Umsteigezeiten von mehr als zwei Stunden zu haben. Ich verbringe nicht gern halbe Tage auf Flughäfen (obwohl ich mittlerweile einige interessante kennengelernt habe). Mein Flugplan sah vor, drei Stunden in Frankfurt und ebenfalls drei Stunden in Lissabon zu verwarten. Und diesmal war ich das erste Mal richtig froh, so viel Zeit zu haben, denn allein mein Start in Dresden verzögerte sich gleich mal um zwei Stunden. Als der Flieger hier starten sollte, stand er noch seelenruhig in Frankfurt rum und kam wegen starkem Eisregens nicht weg. Aber alles wurde gut. Irgendwann war der "slot" frei und auch der Rückflug nach Frankfurt war sofort möglich. Das Wetter dort war tatsächlich mies. Ich hatte noch genügend Zeit, meinen Anschluß nach Lissabon zu erreichen (der Flug dorthin war übrigens extrem ruhig, das Triebwerk war leiser als das Rauschen der Klimaanlage, manchmal konnte man meinen, das Flugzeug würde in der Luft stehen) und dort konnte ich mich erstmal drei Stunden ausruhen. Kurz vor Mitternacht Ortszeit ging es dann von hier nach Rio. Ich bin noch nie mit der portugiesischen TAP geflogen. Aber das ist hier auch nicht besonders erwähnenswert. Nur zwei kleine Details. Da das Kommunikationssystem immer wieder zusammmenbrach, wurde der übliche Sicherheitsfilm erst gezeigt, als wir schon fast eine Stunde in der Luft waren. Und statt der üblichen zwei Standardmenüs an Bord ("Patsa or Chicken?") gab es hier nur eins, nämlich ziemlich zähen Schweinebraten und labbrige Kartoffelecken, und man hatte nur eine Wahl: entweder das zu essen oder nichts. Die armen Vegetarier an Bord hätten schon bei der Buchung im internet Spezialwünsche angeben müssen.
Aber all das war überhaupt nicht schlimm. Das schönste Erlebnis an diesem Tag war, zu Beginn noch die Schnee-Räumfahrzeuge auf der Startbahn beobachten zu können und bei der Ankunft mit Palmen und Temperaturen, die schnell auf 31 geklettert sind, empfangen zu werden.
Jetzt bin ich mitten im Sommer! ;-)

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